Hurt people, hurt people – die Kunst der Heilung

von | Feb 6, 2021 | Informationen, Spiritualität | 0 Kommentare

„Wenn Du dir Frieden auf der Welt wünschst, solltest Du Frieden in Dir schaffen.“- also sollten wir nicht beginnen in unser Innerstes zu schauen? Uns selbst wahrhaftig zu begegnen? Ich meine so richtig begegnen, mit allem was wir sind und nicht sind. Sollten wir uns nicht alle den Wundern öffnen, die da draußen doch nur darauf warten, dass wir sie erkennen?

Es gibt da ein sehr schönes Zitat: „hurt people, hurt people“ – also verletzte Menschen verletzen Menschen. Ich denke, da ist so viel Wahres dran. Wenn wir von jemanden verletzt werden, dann doch nur, weil dieser Mensch selbst nicht geheilte Verletzungen in sich trägt. Genau so ist es, wenn wir jemanden verletzen. Wir alle tragen Verletzungen in uns. Schmerz, den wir durch eigene Erfahrungen in uns gespeichert haben. Schmerz, der vielleicht schon über Generationen weitergetragen wurde, weil er niemals geheilt und somit transformiert wurde. Schmerz transformieren?

Ja genau, Schmerz transformieren – Schmerz und Verletzung in Kraft transformieren. In reine Schöpferkraft, die wir alle in uns tragen. Vielleicht scheint es auf den ersten Moment seltsam, wenn ich sage: „Steckt denn nicht in jeder schmerzhaften Erfahrung etwas Gutes?“ Ich glaube schon! Ich bin fest davon überzeugt, dass wir aus jeder Erfahrung etwas lernen können und etwas Gutes für uns mitnehmen können. Anfangs ist da nur Schmerz, Wut oder Trauer, doch mit der Zeit können wir diese starken Emotionen umwandeln.

Wenn wir das wollen und unsere Sichtweise verändern: Wenn uns jemand verlässt, dann können wir aus dieser traurigen Erfahrung lernen, dass wir alleine schon vollständig sind. Wenn jemand an uns zweifelt und uns klein macht, dann können wir daraus Selbstvertrauen schöpfen. Wenn uns jemand verletzt, dann können wir durch diesen Menschen die Erfahrung von Vergebung machen. Wäre es nicht schön, wenn wir versuchen würden wegzukommen von Vorwurf, Wut und Groll? Uns neu ausrichten. Unseren Fokus auf das Positive legen. Darauf, dass wir an jeder Erfahrung wachsen können?

Anstatt anderen Vorwürfe für unsere Verletzungen zu machen, könnten wir doch mal versuchen diesen Menschen mit Mitgefühl zu begegnen. Uns fragen, warum dieser Mensch so gehandelt hat. Wahrscheinlich, weil er selbst alten Schmerz in sich trägt und in irgendeiner Weise verletzt wurde. Versteh mich nicht falsch, das soll nicht bedeuten, dass es richtig war, dass wir verletzt wurden oder das Handeln dieses Menschen gerechtfertigt ist. Überhaupt nicht! Es ist nicht richtig, wenn man andere verletzt oder ihnen in irgendeiner Weise Schmerz zufügt. Doch wenn wir diesen Menschen mit Mitgefühl begegnen, dann können wir auch vergeben.

Und durch Vergebung findet Heilung statt. Heilung in uns. Damit wieder Frieden einkehren kann. Gandhi hat einmal gesagt „Jemanden anderen Vorwürfe zu machen, ist wie selbst Gift zu trinken, in der Hoffnung daran, dass der andere stirbt.“ – ich denke er hat recht. Solange wir anderen Vorwürfe machen oder böse auf sie sind ist unsere Energie immer bei diesen Menschen. Wir investieren unsere Energie in jene Menschen, die uns verletzt und uns Energie geraubt haben. Vergebung ist etwas für uns selbst. Wenn wir vergeben, dann machen wir das nicht, damit das Verhalten des anderen gerechtfertigt wird. Nein, wir vergeben, damit wir Frieden in uns finden können. Wir vergeben, damit wir heilen können.

Wenn du vergibst, dann holst du dir deine Freiheit und deine Stärke zurück. Du holst dir deine verlorengegangene Energie zurück, weil du nicht länger an dieser Person und den Schmerz festhältst.

Wenn es also wirklich so ist, dass verletzte Menschen andere Menschen verletzten, dann ist es doch an der Zeit dieses Band zu unterbrechen und endlich zu vergeben. Zu heilen. Damit wir mit reinem Herzen durchs Leben gehen können, ohne uns gegenseitig zu verletzen. Es ist an der Zeit, dass wir in uns kehren, unsere Verletzungen anerkennen und uns mit Mitgefühl begegnen. Damit jeder von uns Frieden in sich findet und somit endlich Frieden auf der Welt entstehen kann.

Ich glaube daran!

In Liebe

Sabrina

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